Neuigkeiten / Aktuelles

 

 

Trampolinturnen   

14.12.21

Silberregen auf dem Eurotramp

Drei Vizetitel für den TSV Friedberg bei den Bayerischen Meisterschaften

Für die Trampoliner des TSV Friedberg war 2021 ein Wettkampfjahr , das den üblichen Rahmen sprengte, aber das neu formierte Team im zweiten Coronajahr jedoch nicht aus dem Konzept brachte. Waren es , wie in normalen Zeiten üblich, sieben bayerische und schwäbische Meisterschaften, die in verschiedenen Variationen auf ganz Bayern verteilt ausgetragen wurden, fand durch die rigorosen Beschränkungen, mit den Bayerischen Einzelmeisterschaften, nur ein Wettbewerb in der Nichtpräsenzform von vielen bayerischen Vereinen zusammen statt. Statt dessen veranstaltete der Bayerische Turnverband einen Online-Wettkampf der in vereinseigenen Hallen per Videoclip an ein kompetentes Kampfgericht abgesendet wurde. Durch diese Maßnahme wurde in der Tat ein kompletter Stillstand des Wettkampfgeschehens umgangen und durch Anpassen in einer Notlage Rechnung getragen. Darunter litt vor allem die Wettkampfatmosphäre, das Flair und die Lebendigkeit einer persönlichen und freundschaftlichen Begegnung, die eine Meisterschaft unter den vielen Konkurrenten aus ganz Bayern, erlebbar machen.

Trotzdem gelang es Spartenleiter Marc Kimmel gleich 10 Teilnehmer:innen des TSV Friedberg, in den verschiedenen Jahrgänge, zu den bayerischen Online-Meisterschaften zu melden. Erfreulicherweise waren es doch knapp 100 Athleten aus ganz Bayern, die sich an der ungewöhnlich ausgetragenen Meisterschaft beteiligten und einen Champion küren wollten. So waren es neben dem TSV 1862 Friedberg die Munich Airriders, TV Erlangen, TSV Bad Abbach, TSV Neu-Ulm, TV Burgkunstadt, Aktivteam Röttenbach, SV Illerzell, TV 1860 Aschaffenburg, Bayreuther Turnerschaft, TSV Turnerbund München, Post SV Nürnberg, ATSV Kelheim und der TV Dettingen, die getrennt und doch zusammen eine Bayerische Meisterschaft auf den Weg brachten.

Auf ungewöhnliche Weise hatte das externe Kampfgericht die Pflicht- und Kürübungen nun beurteilt und bewertet.

Zur Freude der Juroren blieben die gezeigten Übungen mit schwierigen Sprungverbindungen der Salti und Schrauben auf hohem Leistungsniveau und hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei den Bewertern.

Für den TSV Friedberg gab es da überraschende und bewundernswerte Vizemeistertitel, die es mit drei zweiten Plätzen auf einem imaginären Podest zu feiern gab

Die erste Silbermedaille holte sich Alelexandru David (Jutu 11/12 Jhr.) mit einem sicheren, sauberen und schwierigen Vortrag. Der erst vor kurzem vom TSV Unterhaching angeworbene Toptrampolinturner Philipp Kleidernigg ( Jutu 13/14) sprang auf sensationelle Weise ebenso auf einen zweiten Treppchenplatz. Sina Karletshofer ( 19+ ) steigerte sich mit Salto a, b und c, Fliffis, Schrauben, Flugsalto und Babyfliffis a, in Höchstleistung zum Vizemeistertitel und musste sich unter 10 Konkurrentinnen nur von Annika Süß von den Munich Airriders geschlagen geben. Einen Achtungserfolg mit einem 5. Platz errang die sonst erfolgsverwöhnte Julina Kimmel (Juti 15/16 Jhr.) unter 10 Turnerinnen. Knappe 0,14 Pkt. fehlten der erst 11jährigen und hochtalentierten Sara Tuffentsammer (zu einem Treppchenplatz, die unter 18 Konkurrentinnen auf einen 4. Rang sprang. Alexandra Wachtel landete bei ihrer ersten „Bayerischen“ auf Platz 18. Im Jahrgang der Juti 13/14 gaben 4 Turnerinnen des TSV ihr Debüt und landeten auf beachtenswerten und guten Plätzen. Hannah Wiedholz Rang 8, Emelie Zörner Rang 10, Helena Saemann Rang 11 und Tamara Hupe Rang 10.

Trainer Marc Kimmel, der seine ersten Bayerischen Meisterschaften als Spartenleiter und Trainer seiner Schützlinge erlebte, konnte sich über die schönen Erfolge seiner Schützlinge nur freuen, hofft aber, dass diese Art von Meisterschaften bald der Vergangenheit angehören und den sehnlichst erwarteten Präsenzwettkämpfen im nächsten Jahr wieder den Vorrang geben (wm-)

 

Videolinks

TSV 1862 Friedberg Teilnehmer

  Pflicht Kür Finale
Alexandru David https://youtu.be/aCtmbUMGfZ0 https://youtu.be/fyazaCkFnUM https://youtu.be/8jPry6fKtg4
Tamara Hupe https://youtu.be/uuL5wyWcdRU https://youtu.be/O_mqpf4Oifs https://youtu.be/pMxsVZVWeYE
Julina Kimmel https://youtu.be/vRdRw8oGFuE https://youtu.be/DwjAA5YmO_Y https://youtu.be/yX8eZnF3LdI
Helena Saemann https://youtu.be/VJEcFMrlysk https://youtu.be/cHMxGoT1mSM https://youtu.be/VJ7Bh0SnxgQ
Sara Tuffentsammer https://youtu.be/ljMwTK87R_Y https://youtu.be/3LdAWy5KClc https://youtu.be/zcUCHK60Y5k
Alexandra Wachtel https://youtu.be/ZcH77ugwGus https://youtu.be/TRljXkd9qyA https://youtu.be/HsYCfeWsdto
Emelie Zörner https://youtu.be/wUf9bGFSIHI https://youtu.be/figEobGQ1qo https://youtu.be/3PH3tZde0YM
Sina Karletshofer https://youtu.be/pjg8hyekuDg https://youtu.be/vPk8iHaS7TQ https://youtu.be/23Qzj1k3kMw
Philipp Kleidernigg https://youtu.be/MRan5H_Yat4 https://youtu.be/tyIOD76NlcI https://youtu.be/gvVvpV0PryQ
Hannah Wiedholz https://youtu.be/doXYbC5akLk https://youtu.be/Rm19bAhXzf8 https://youtu.be/0ETLH-I65a8
       

 

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Den Vizemeistertitel errangen bei den Bayerischen Meisterschaften im Trampolinturnen 2021 für den TSV Friedberg Sina Karletshofer und Philipp Kleidernigg

Fotos: Werner Miller

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Den gleichen Titel als bayer. Vizemeister errang Alexandru David vom TSV

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Höchstleistungen mit Salti und Schrauben auf dem Eurotramp bot Sina Karletshofer

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Außergewöhnliches Talent für einen Topspringer beweist Philipp Kleidernigg

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Julina Kimmel symbolisiert mit ihren haushohen Sprüngen Mut und Risiko

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Faszination übt die 11 jährige und hochtalentierte Sarah Tuffentsammer mit ihren Sprüngen aus

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In bestechender Form präsentiert Alexandru David seine schwierigen Sprünge


 

Trampolinturnen

06.12.21

Deutsches Silber für Friedberger Duo auf dem Doppelminitramp

Corinna Hoppe schreibt beim Deutschland- Cup Geschichte

Das Wettkampfjahr der Trampolinturner: innen neigt sich dem Ende zu. Doch ein nationales Großereignis in der Disziplin Doppelmini Trampolin stand Mitte November noch aus.

Corinna Hoppe (24) und Philipp Kleidernigg (14), beide Topathleten des TSV Friedberg, waren bei den schwäbischen Meisterschaften im Trampolinturnen noch von großem Pech verfolgt. Beim Deutschland-Cup auf dem Doppelmini-Trampolin haben sie jedoch deutlich bewiesen, wie hoch ihre Sprungqualitäten einzuschätzen sind.

Die deutschen Meisterschaften, mehrfach verschoben und schließlich aus diversen Gründen abgesagt, führten dazu, dass viele Athleten aufgrund mangelnder Qualifikationsmöglichkeiten die Startmöglichkeiten versagt blieben. Stattdessen wurde ein qualifikationsloser online-Pokalwettkampf, der sogenannte Deutschland-Cup ausgetragen. Dieser findet für gewöhnlich für all diejenigen jedes Jahr einen Tag nach den Meisterschaften statt, die sich nicht für die DM qualifizieren konnten, aber erste Erfahrungen auf nationaler Ebene sammeln wollen. Dieses Jahr waren jedoch alle Athleten, auch die, mit erfüllter DM Norm, am Deutschland Cup vertreten.

In einem Turniersystem wurde dieser Online-Wettbewerb über zwei Wochen ausgetragen. In der ersten Woche Anfang November ging es um die Qualifikation der besten Acht für das Finale.

Der hochtalentierte Nachwuchsturner Philipp Kleidernigg, welcher ursprünglich aus dem Kunstturnen kommt, hat erst vor wenigen Wochen mit dem Trampolinturnen beim ‚TSV Friedberg begonnen. Umso beeindruckender, dass der junge Athlet sich in der Altersklasse 13-14 bereits im Vorkampf an die nationale Spitze herantasten konnte. Dem Traum von Gold zum Greifen nahe, wollten Philipp und sein Trainerteam mit einem Doppelsalto vorwärts mit eineinhalb Schrauben volles Risiko eingehen. Mangels der kurzen Eingewöhnungszeit und Erfahrenheit auf diesem Gerät, entschied sich Philipp jedoch für die Sicherheitsvariante. Zwei Durchgänge, mit einem Doppelsalto rückwärts und einem Doppelsalto vorwärts mit halber Schraube sicherten ihm schließlich die Silbermedaille und die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften 2022. Nicht zu schlagen war dabei Anton Kelterer vom Vfl Pinneberg.

Jahrelange Erfahrung im Trampolinturnen hingegen hat Corinna Hoppe. Doch für die Studentin ist das Doppelminitramp auch eine relativ neue Disziplin. Erst seit März diesen Jahres nahm sie die Möglichkeit wahr, auf dem „Schwebebalken der Trampolinturner“ richtig zu trainieren.

Dabei gelang es ihr in den vergangenen Monaten ihre Schwierigkeit in den diversen Sprüngen drastisch zu steigern. Erhöhtes Risiko führte dabei auch zu einer gravierenden Verletzung, die eine sechswöchige Zwangspause nach sich zog. Ein gebrochener Daumen machte es ihr unmöglich am Gerät zu trainieren. Nur eine Woche vor dem Deutschland-Cup wurde der Gips an ihrem Arm entfernt. Trotz der Verletzung ging Corinna als Anwärterin auf einen Podestplatz in den Wettbewerb der Erwachsenen und wurde dieser Rolle gerecht.

Als Zweitplatzierte hinter Antonia Quindel aus Hamburg, zog Corinna Hoppe ins Finale der besten acht ein und schrieb nebenbei nationale Doppelminitramp Geschichte: als erste Turnerin in Deutschland sprang Corinna Hoppe einen Doppelsalto rückwärts mit ganzer Schraube im ersten Salto als Abgang. Dieser sogenannte „Voll—ein“ wird von den meisten Athleten gemieden, da der Blickkontakt zur Landematte verloren geht und eine blinde Landung das Sturzrisiko erhöht. Hoppe konnte den Sprung problemlos stehen und sprang damit nicht nur auf den sicheren Silberrang, sondern auch in die Geschichtsbücher ihrer Disziplin.

Gewonnen hat, wie erwartet, die favorisierte Hamburgerin Antonia Quindel, die einzige deutsche Athletin, die in diesem Jahr die Qualifikation zu den Weltmeisterschaften in Baku, Aserbeidschan, erfüllen konnte.

Der Fokus liegt nun auf den Deutschen Meisterschaften 2022, welche hoffentlich im März als Präsenzwettkampf in Hamburg ausgetragen werden. Hier kämpft das Friedberger Duo dann um die Qualifikation zu den Europameisterschaften 2022 in Italien. (wm-)

 

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Höchst erfolgreich beim Deutschland-Cup auf nationaler Ebene. TSV Trampolinturnerin Corinna Hoppe und TSV Trampolinturner Philipp Kleidernigg (Fotos: Werner Miller)

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Sprung-Ass Corinna Hoppe in ihrem Element

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Supertalent Philipp Kleidernigg springt beim Deutschland-Cup für den TSV Friedberg


 

 

 

 

 

Trampolinturnen                                                                        09.11.21

Titelflut für den TSV bei Schwäbischen Meisterschaften

Friedberger Team sorgt für spannende Wettkampfatmosphäre

Im Nachhinein hatte der TSV Friedberg Riesenglück, als er sich um die Ausrichtung der Schwäbischen Meisterschaften im Trampolinturnen für den 7. November bewarb, die am letzten Sonntag in seiner Sporthalle über die Bühne gingen. Denn schon wieder droht durch G 2 eine Einschränkung des Hallensports.

Über 50 Meldungen aus sechs schwäbischen Vereinen gingen im Turnbezirk Schwaben für acht Wettkampfklassen ein. Eine erfreuliche Zahl, nach der sich schließen lässt, dass eine sportbegeisterte Jugend kaum zu bremsen ist, um in freundschaftlicher und fairer Begegnung wieder Wettkampfluft atmen zu können.

So genoss der TSV Friedberg den Heimvorteil der eigenen Halle und stellte zugleich mit 14 Athletinnen und Athleten die höchste Teilnehmerzahl vor den Vereinen TSV Immenstadt, TSV Neu-Ulm, SV Illerzell, TV Willmatshofen, FT Jahn Landsberg und der TUS Geretsried.

Nach der langen Zeit des Lockdowns war zu befürchten, dass das Leistungsniveau der Jugendlichen erheblich eingebrochen sein könnte. Erstaunlicherweise konnte man den Sportlern der springenden Kunst kaum einen Mangel an Leistungswillen, Kraft und Ausdauer nachweisen, das auch für die Begeisterung und für viele Talente spricht, mit der diese Sportart in den Turnvereinen betrieben wird.

Für Friedberg ging es nun darum, den hohen Stellenwert mit einer Führung im Turnbezirk Schwaben zu verteidigen, zudem es gerade unter den jungen Jahrgängen viele Neustarter gab, die ihren ersten Wettkampf vor sich hatten.

Unter den elf- und zwölfjährigen Friedberger Trampolinturnerinnen fielen besonders Sara Tuffentsammer und Sophia Engelhard mit schwierigen Kombinationen der Salti und Schraubensprünge in ihren Übungen auf, die in dieser Altersgruppe für Erstaunen sorgte. Der Meistertitel für Sara und ein Vize für Sophia war die logische Folge. Alexandra Wachtel machte dem TSV an ihrem ersten Wettkampf mit dem 6. Platz alle Ehre.

Nicht anders als erwartet ließ die 14jährige Friedbergerin Emily Ullmann mit einer bestechenden Ausführung von Pflicht und Kür nichts anbrennen und stand im Finale mit Platz 1 auf dem Siegerpodest. In dieser Altersgruppe des Jahrgangs 2007/08 schoss Helena Saemann mit 0,3 Punkten am Podest vorbei und erreichte den 4. Platz, Emma Ringsdorf Rang 5 und die Debütantinnen Adriana Vargiu und Hannah Wiedholz Rang 7 und 8, als künftige Wettkämpferinnen, hervorragend.

Als jüngste Wettkämpferin der Jahrgänge 2004/2006 ließ das 15jährige Supertalent Julina Kimmel mit einer schwierigen Übung ihre Konkurrentinnen aus Neu-Ulm, Willmatshofen und Geretsried mit Abstand hinter sich und holte sich den Titel trotz einer Knieverletzung, die ihr den Sieg nicht leicht machte.

Mit Höchstschwierigkeiten durch verschiedene doppelte Salti incl. Schraubensprünge warteten Corinna Hoppe und Sina Karletshofer auf und hatten dabei mit nahezu gleichwertiger Konkurrenz aus vier Vereinen zu kämpfen. Durch einen scheinbaren Rechenfehler des Kampfgerichts fühlte sich Corinna benachteiligt, so ihr das Treppchen durch das fehlende Finale mit einem 2. Platz verwehrt blieb. Für Sina blieb es dabei auf einem 5. Platz. Erwähnenswert der unangefochtene Sieg der Immenstädterin Hanna Lindermeier, die als Bundesligaturnerin mit einem 8,5 Pkt. Vorsprung eine traumhaft sichere Vorstellung gab.

Auch Marc Kimmel, Spartenleiter und Trainer der Friedberger Trampoliner, wollte es als dereinst sehr erfolgreicher Wettkämpfer, noch einmal wissen. Mit seinem konservierten Können überraschte er seine Schützlinge und stieg letztendlich als Schwäbischer Meister aufs Treppchen.

Alexandru David, Jahrgang 2009, versemmelte seine im Schlaf sichere Pflichtübung, bewies aber mit seiner Kürübung, dass er den Sieg davongetragen hätte. Sein Fehler schloss ihn bedauerlicher Weise vom Finale aus. Mit seinem 4. Rang stand er neben dem Treppchen.

Als besonderen Glücksfall bezeichnet es Trainer Marc Kimmel, dass ein junger Kunstturner des TSV Unterhaching, der 14jährige Philipp Kleidernigg, auf die Trampoliner des TSV Friedberg stieß, der sich aktuell als neues Mitglied des Vereins auch auf dem Eurotramp beweisen will. Nach 3 Wochen Zugehörigkeit erwies er sich schon als wettkampffähiger und einsatzfreudiger Trampolinturner. Bei der jüngsten Meisterschaft überzog er wohl seine außergewöhnliche Begabung und scheiterte an der Pflichtübung. Mit der Kür zeigte er jedoch wahre Kunststücke eines selten in diesem Alter gezeigten Sprungvermögens, die ihm den verdienten Sieg eingebracht hätten.

Nach einer coronabedingten Zwangspause von eineinhalb Jahren stellte die bayerische Staatsregierung vor die Ampel für den Hallensport nun endlich auf Grün. Da die Inzidenzahlen in den letzten Tagen wieder drastisch in die Höhe schnellten, wurden die Bayerischen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Erlangen abgesagt, können aber ersatzhalber via online durch Übersenden eines Videos stattfinden. Bleibt zu hoffen, dass es kurzfristig am Wochenende eventuell doch noch eine Fahrt zu den Bayerischen Meisterschaften gibt, um sich mit den Besten aus der bayerischen Trampolinszene zu messen. (wm-)

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Ein Meisterquartett im Trampolinturnen des TSV Friedberg, zeigte bei den „Schwäbischen“ in Friedberg wahre Größe und holte den Titel. Von links: Sara Tuffentsammer, Julina Kimmel, Emily Ullmann und Marc Kimmel (Foto: Werner Miller)

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Schwäbische Meisterin 2021 – Sara Tuffentsammer (Jahrgang 2010)

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Schwäbische Meisterin 2021 – Emily Ullmann (Jahrgang 2007)

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Schwäbische Meisterschaften – Corinna Hoppe – Rang 6

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Schwäbische Meisterschaften 2021 – Philipp Kleidernigg – Rang 4

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Schwäbische Meisterschaften 2021 – Sina Karletshofer – Rang 5

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Schwäbischer Meister 2021 – Marc Kimmel (Jahrgang 2000)

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Schwäbische Meisterin 2021 – Julina Kimmel (Jahrgang 2006)

 

Endlich wieder Wettkampfluft atmen

05.11.21

Bei den Schwäbischen Meisterschaften startet auch ein neues und junges Team des TSV Friedberg in der heimischen Halle

Schwer zu schaffen machen die strengen Regeln zur Bewältigung der immer noch akuten Covid-19 Pandemie nicht nur den Trampolinturnern des TSV Friedberg. Nach den gelockerten Zwangsmaßnahmen gab der Bayerische Turnverband jedoch wieder grünes Licht für Wettkämpfe, die unter der G3-Rgel stattfinden dürfen.

Nachdem der Bann gebrochen ist, geht es nun bei den Trampolinern in der Turnabteilung des TSV wieder mit neuem Schwung auf die seit zwei Jahren nicht mehr stattgefundenen Schwäbischen Meisterschaften im Trampolinturnen zu, die der TSV Friedberg im Auftrag des Turnbezirk Schwaben in seiner eigenen Halle am Sonntag ausrichten wird und damit das Startzeichen der neuen Wettkampfsaison für ganz Bayern gibt. Dem nun seit 1 ½ Jahren neu gewählten Spartenleiter und Trainer Marc Kimmel ist die Freude dabei ins Gesicht geschrieben. Wie er konstatiert, kann nichts besser motivieren als sich mit der Teilnahme an Wettkämpfen ein sportliches Ziel zu setzen, dessen Erreichen sich mit Übung, Mut und Selbstvertrauen verwirklichen lässt.

Ein gewisses Maß an Lampenfieber wird sich dabei wohl nicht vermeiden lassen, doch Adrenalin ist auch die treibende Kraft, um eine gute Leistung auf das Sprungtuch zu bringen. Von Höhenangst sollte man aber nicht befallen sein, denn mitunter wagen sich die Mutigsten bei einer Wettkampfübung schon an die Grenze von sechs und sieben Metern, die nur erprobte Sportler erreichen. Auf die kann Trainer Marc Kimmel mit Corinna Hoppe, Sina Karletshofer, Julina Kimmel und Emily Ullmann ebenfalls zurückgreifen, da sie doch schon seit Jahren eine bis dato erfolgreiche Karriere vorweisen können. Seit dem Lockdown sind aber auch neue und vielversprechende Athleten dazugekommen, deren Können nun an ihrem ersten Wettkampf unter Beweis gestellt wird.

Als teilnehmende Vereine an den Schwäbischen Meisterschaften haben sich neben dem Wettkampf ausrichtenden TSV Friedberg, der TSV Immenstadt, TSV Neu-Ulm, TSV Willmatshofen und auch ein Neuling beim Trampolinturnen, der FT Jahn Landsberg, gemeldet. Mit letzterem veranstaltete der TSV Friedberg in der vergangenen Woche einen erfolgreichen Freundschaftswettkampf, um diesem Verein des Prozedere eines Vergleichs nahe zu legen.

Auf Grund der langwierigen Wettkampfpause ist es noch nicht sicher, wer die Favoritenrolle bei diesen Meisterschaften übernimmt. Davor war es immer der TSV Friedberg, der von jeher mit einer Sammlung von Titeln und Podestplätzen die Wettkampfbühne verlassen hat. Den Heimvorteil haben die Friedberger aktuell auf jeden Fall.

Auf viele Fans, vor allem Eltern und Geschwister freuen sich die Aktiven des Wettkampfs, um ihre Leistung zu zeigen und ihr Können zu präsentieren. Jeder ist eingeladen, den Wettkampf live in der Halle oder über die sozialen Medien mitzuverfolgen. Den Besuchern wird nahegelegt, sich an die 3G Regeln mit Tragen einer Maske zu halten. Wettkampfbeginn und der Start auf dem Eurotramp Großgerät ist um 11 Uhr. Turnabteilungsleiterin Sabine Walter lässt es sich nicht nehmen, die teilnehmenden Vereine und Gäste zu begrüßen.    

Für den TSV Friedberg starten bei den Schwäbischen Meisterschaften am Sonntag, 7. November in den verschiedenen Altersklassen:

WK14 Turnerinnen 19+:

Sina Karletshofer
Corinna Hoppe

WK13 Turner 19+:

Marc Kimmel

WK10 Turnerinnen 15-16:

Julina Kimmel

WK8 Turnerinnen 13-14:

Hannah Wiedholz
Adriana Vargiu
Emelie Zörner
Emily Ullmann
Helena Saemann
Emma Ringsdorf

WK7 Turner 13-14:

Philipp Kleidernigg, TSV Unterhaching, Erststartrecht für den TSV Friedberg

WK6 Turnerinnen 11-12:

Alexandra Wachtel
Sara Tuffentsammer
Sophia Engelhard

WK5 Turner 11-12:

 

Alexandru David

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Eine Favoritenrolle bei den Schwäbischen Meisterschaften im Trampolinturnen könnte das elfjährige Megatalent Sara Tuffentsammer des TSV Friedberg, hier bei einem Barani a, einnehmen. (Fotos: Werner Miller)

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Philipp Kleidernigg

051121 Hoppe 

Corinna Hoppe

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Hannah Wiedholz

 051121 J Kimmel

Julina Kimmel

051121 A David 

Alexandru David

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Helena Saemann

051121 Ullmann 

Emily Ullmann

051121 Karletshofer 

Sina Karletshofer

 051121 A Wachtel

Alexandra Wachtel

051121 Adriana 

Adriana

051121 E Ringsdorf Tamara Hupe 051121 HupeEmma Ringsdorf

 

Trampolinturnerin Corinna Hoppe überturnt DM-Norm

09.10.21

Trotz Verletzungspech hoch motiviert

Die meisten Menschen gehen nicht einmal in das Fitnessstudio, wenn sie gesund sind. Leistungssportlerin Corinna Hoppe kennt jedoch keine Gnade und zieht jetzt mit einem leuchtend roten Gips am Arm die Blicke im Kraftraum auf sich, denn noch ist das letzte Quäntchen Hoffnung für die hart erarbeitete Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften nicht verloren.

Corinna Hoppe gehört schon seit über einem Jahrzehnt zu den besten bayerischen Trampolinturnerinnen. Seit 2017 startet die 24jährige Münchnerin für ihren Wahl-Verein den TSV Friedberg und konnte insbesondere am Großgerät bereits einige Siege auf bayerischen und schwäbischen Meisterschaften für den TSV einfahren. Auch für die Top-Mannschaft der deutschen Bundesliga, den Air Eagles Allgäu, hat sie sich ihren Startplatz sichern können.

Während Hoppe die Karriere auf dem Großgerät jedoch zunehmend auf Eis legt, konzentriert sie sich seit einiger Zeit auf das zweite Gerät der Sportart, das Doppelmini Trampolin.

Im Gegensatz zur olympischen Disziplin Trampolinturnen, konnten seit Beginn der Pandemie bis heute keine Präsenzwettkämpfe ausgetragen werden, auch wenn es mittlerweile wieder möglich wäre. Stattdessen ist die Disziplin für den Rest des Jahres auf online Turniere umgestiegen.

Mit den noch ausstehenden Deutschen Meisterschaften hat im vergangenen Monat die TG Münster im Rahmen eines internationalen online Turniers die erste und einzige Qualifikationsmöglichkeit zu den diesjährigen Meisterschaften geschaffen.

Hoppe war dabei eine der wenigen bayerischen Athlet*innen und die Einzige aus Schwaben, die sich dem DMT-Cup, einem Wettkampf der Elite, gestellt haben. Vorrangiges Ziel war dabei jedoch nicht eine gute Platzierung, sondern das Erfüllen der DM-Norm. 9,2 Punkte Schwierigkeit bedarf es, um sich im erwachsenen Bereich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Das entspricht bei acht Elementen, die in einem Wettkampf geturnt werden, mindestens zwei Doppelsalti, welche jeweils in unterschiedlichen Positionen ausgeführt werden müssen.

Corinna Hoppe hat die Pandemie genutzt. Sie ist stärker geworden, noch ehrgeiziger und beinahe unendlich diszipliniert. Während sie an ihrem letzten Wettkampf, den bayerischen Meisterschaften im März 2020 gerade mal einen Doppelsalto zeigen konnte, turnt sie nun bis zu sechs – problemlos. Dabei sei erinnert, dass auch sie gut neun Monate im Lockdown und außerhalb der Trainingshalle verbracht hat. Mittlerweile turnt sie Elemente wie Doppelsalto mit ganzer Schraube, sowohl vorwärts als auch rückwärts, die außer ihr in Deutschland aktuell niemand im Wettkampf zeigt. Damit springt sie beim DMT-Cup in der Gesamtwertung um ein Zehntel am Treppchen vorbei auf Platz 4, kann aber mit 13,1 Punkten Schwierigkeit die Norm für die nationalen Meisterschaften im November mit vier Punkten deutlich überturnen.

Damit ist sie für die Deutschen nicht nur eine Favoritin auf das Treppchen geworden, sondern auch die allererste Friedberger Athletin, die es geschafft hat, sich überhaupt für die Meisterschaften der Erwachsenen zu qualifizieren.

Allerdings drohte nun das Vorzeitige aus. Grund ist ein Daumenbasis-Bruch, den sie sich zugezogen hat, als sie ein Kind im Training aufgefangen hat, welches sonst aus mehreren Metern Höhe vom Gerät gefallen wäre. Bislang ist unklar, ob sie nicht doch noch operiert werden muss.

Doch vorzeitig Aufgeben gibt es für die Studentin nicht: mit dem Einverständnis ihrer behandelnden Ärzte zieht sie nun mit einem leuchtend roten Gips am Arm fünfmal pro Woche die Blicke im Fitnessstudio auf sich. Vorsicht ist geboten, aber gar nicht trainieren, kommt für Hoppe nicht in Frage. „Meine Beine funktionieren ja noch und für Kniebeuge brauche ich meine Hand zum Glück nicht.“

Eigentlich waren für die Deutschen Meisterschaften sechs bis acht verschiedene Doppelsalti mit jeweils bis zu zwei Schrauben geplant. Ob ein Start jetzt überhaupt möglich wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Aber mit Hinblick auf die Saison 2022 weiß Corinna, dass jetzt eine übereilte Wettkampfteilnahme sinnlos ist. Der TSV Friedberg drückt die Daumen.

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08.09.2021

Trampolin Ferienprogdramm 2021

Eine gelungene Freizeitgestaltung: das Ferienprogramm 2021 Trampolin mit dem TSV Friedberg in Kooperation mit der Stadt Friedberg                                                                                         Foto: Werner Miller

Hoch hinaus auf dem Trampolin

Das Ferienprogramm der Turnabteilung mit der Stadt Friedberg lässt Kinderherzen höher springen

Wie jedes Jahr engagiert sich die Turnabteilung des TSV Friedberg in den Sommerferien, zusammen mit der Stadt Friedberg, mit einem vielfältigen Sportprogramm, Kindern und Jugendlichen eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung zu bieten und trifft dabei voll ins Schwarze.

Neben Kunstturnen, Rope Skipping und Rhythmischer Gymnastik ist es vor allem das Springen auf dem Trampolin, das als Groß- und Wettkampfgerät eine magische Anziehungskraft auf junge Menschen ausübt. Wenn es auch nur Sekunden sind, die ein Gefühl des Fliegens und das Entfliehen der Erdenschwere vermitteln, ist es vor allem der Spass und die Freude, die jedem Kind ins Gesicht geschrieben ist, wenn mittels Federkraft der Sprung nach oben beginnt.

Wie nicht anders zu erwarten sind die 5 Tage, die in den Sommermonaten angeboten werden, jeweils schnell ausgebucht, sodass am Ende knapp 80 Kinder über die Woche verteilt, diesem Sprungvergnügen frönen können. Neben Spartenleiter und Trainer Marc Kimmel bildeten Werner Miller und die Übungsleiter Assistentinnen Julina Kimmel, Emily Ullman und Marla Kessler ein harmonisches Trainerteam, das die Sprungwütigen erstmal an korrekte Basissprünge heranführte, bevor sie sich am Ende an einen Salto herantrauten. Manche waren am Ende doch überrascht, wie sie es durch Aufmerksamkeit bei den genauen Erklärungen und entsprechender Hilfestellung durch den Trainer geschafft haben. Anders als die üblichen Gartentrampoline sind es doch wesentlich größere und wettkampftaugliche Eurotramp Geräte, die eine größere Sprunghöhe ermöglichen und das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben lassen. Immer wieder gibt es Kinder, die nicht wissen, dass sie eine ausgesprochene Begabung zum Trampolinturnen haben und dann erfreut sind, wenn sie auf die Warteliste des TSV kommen und zu weiteren Probetrainings eingeladen werden. So manches Talent wurde so entdeckt um sich durch explizites Training in den folgenden Jahren einen begehrten bayerischen Meistertitel im Wettkampfsport holen zu können

Trotz Pandemie und den entstandenen Zwangspausen in den diversen Sparten, ist es der Turnabteilung des TSV Friedberg gelungen die große Vielfalt des Turnens, wenn auch mit manchen Einschränkungen, weiterzuführen um dem Bewegungsdrang der Jugend eine sinnvoll sportlich maßgebende Richtung in der Freizeitgestaltung zu ermöglichen. (wm-)

 

 

31.05.21

 

Trampolinturnerin Julina Kimmel kl

Wie schwerelos mutet der Sprung von Trampolinspitzenturnerin Julina Kimmel an

Es geht wieder aufwärts

Nach siebenmonatiger Zwangspause fliegen die Trampolinturner und Turnerinnen des TSV Friedberg wieder durch die Lüfte

Die schreckliche Zeit der Coronapandemie bekamen auch die vielen Trampolinturner und Turnerinnen des TSV Friedberg deutlich zu spüren. Wenn auch niemand erkrankte, so war es doch ein sieben Monate langer Lockdown, der den Hallensport im Innenbereich zur Tabuzone erklärte und die talentierten Sportler zu einer prekären Zwangspause verurteilte, die in dieser Länge kaum zu erwarten war.

Spartenleiter und Trainer Marc Kimmel ist die große Stütze eines Teams, das auch Leistungssportlern und dem Nachwuchs besteht, das jetzt wieder optimistisch in die Zukunft blickt. Wie er feststellen konnte, hielt sich der Kräfteverlust während der langen Pause in Grenzen, weil er die trainingslose Zeit mit einem Kraft- und Beweglichkeitstraining über ein Online Zoom Meeting überbrücken konnte und so sieben Monate konsequent durchführte. Dass er damit stets viele Teilnehmer dreimal wöchentlich eine halbe Stunde an den Bildschirm fesseln konnte und mit seinen verbalen Aufmunterungen das Training interessant gestaltete, ist sein Verdienst und kam bestens an. Trotzdem beansprucht das Trampolinturnen Muskelgruppen, welche durch einfache Kraftübungen zuhause kaum trainiert werden können und deshalb wird momentan auch in den Ferien und an Feiertagen trainiert, damit die Aktiven wieder in beste Form gebracht werden. Auf Trainerurgestein Werner Miller und Trainerin Josephine Varga kann sich Trainer Marc Kimmel bestens verlassen, um den Neubeginn der Leistungs- und Nachwuchsgruppen wieder auf eine Ebene zu stellen, die ihm angemessen erscheint.

Ein absolutes Ausnahmetalent auf dem Trampolin stellt die Münchnerin Corinna Hoppe dar, die schon seit Jahren das Aushängeschild der Sparte Trampolin des TSV Friedberg ist. Ihre Stärke beweist sich durch das außerordentliche Können auf dem Doppelminitramp, einer Ergänzung des Großgeräts, auf dem sie sich die Qualifikation zu den Weltmeisterschaften im November in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku holte und als Kadermitglieder des BTV seit Jahresbeginn im Landesleistungszentrum des BTV trainieren kann. Als eine der Besten Deutschlands tut die ehrgeizige 23-jährige Sportstudentin nun alles was dieses große Ziel und die Teilnahme an den Weltmeisterschaften rechtfertigt. Dank dieses Ziels hatte sie eine Sondererlaubnis, welche ihr, im Gegensatz zu den anderen Turnerinnen und Turnern, den Zugang zur Halle auch während des Lockdowns ermöglichte.

Trotz der Pfingstferien scheint besonders der Neustart eines talentierten Nachwuchsteams gelungen zu sein, denn nach unendlich langer Zeit war die Freude schon riesengroß wieder auf ein großes Wettkampftrampolin zu steigen, um die Schwerelosigkeit zu genießen, die sich für Sekunden einstellt, wenn es bis in Höhen von 5 Metern geht. Der Neustart wird mit einem während des Lockdowns neu gekauften Doppelminitrampolin perfekt ergänzt, da die Trainingsmöglichkeiten auf diesem Gerät dadurch wesentlich erweitert werden können.

Wie lange die große Wettkampfpause im BTV noch dauern wird, ist noch nicht vorhersehbar, aber die Hoffnung besteht, dass sich in Bayern die große Familie der Trampolinturnerinnen und Turner im fairen Wettbewerb baldmöglichst wieder treffen darf. (wm-)

 
Training Corinna Hoppe

Das große Ziel von Corinna Hoppe sind die Weltmeisterschaften im Doppelminitrampolinturnen, in Baku in Aserbeidschan im November 2021 (Foto Werner Miller)

 
 

 

Augsburger Allgemeine

TSV Turnabteilung

Sportlerwahl 2020

Ungewöhnliche Wende:

Luzie-Riva Lampe und Corinna Hoppe stehen als Doppelsiegerinnen fest

Spannend wie selten verlief die Wahl zum „Sportler des Jahres 2020“ der Friedberger Allgemeinen bis zum Schluss. Es war schon ein Kopf an Kopfrennen, das bis zum letzten Tag offen stehen ließ, wer als Sieger aus dieser Wahl hervor geht. So freute sich die Sportgymnastin des STV Friedberg Luzie-Riva Lampe anfangs über einen nicht erwarteten und überraschenden Sieg, wie er nach Ablauf des Votings zu vernehmen war. Doch nun stellte sich im Nachhinein heraus, dass es bei der Stimmabgabe über SMS bei der Zeitung ein technisches Problem gab und die Hälfte der nachweislich abgegebenen Stimmen für Trampolinturnerin Corinna Hoppe nicht rechtzeitig ankam. Das verändert nun schlagartig das Ergebnis dieser Wahl, denn für Hoppe wurden nicht nur 600, sondern 1200 abgesendete Stimmen ausgezählt. Normalerweise wäre ihr somit der Titel zugesprochen worden. Nun entschied die Sportredaktion der Friedberger Allgemeinen, den Fehler umgehend zu beheben und fällte dazu ein salomonisches Urteil. Auf Grund dieser außergewöhnlichen Situation kürte sie für dieses Jahr gleich zwei FA-Sportlerinnen des Jahres 2020 und stellte sie auf Platz eins. Denn Trampolinturnerin Corinna Hoppe, wie auch die erst 11jährige Sportgymnastin Luzie-Riva haben durch außergewöhnliche Leistungen und Erfolge in ihrer jeweiligen Sportart diese Auszeichnung verdient. Der Freude über diese überraschende Wende für Corinna Hoppe, wäre nun doch eine sichtliche Enttäuschung der liebenswerten und talentierten 11jährigen gefolgt. Beide sind als Leistungssportlerinnen beim Training in der TSV Halle unmittelbare Nachbarinnen und verstehen sich als faire und sehr disziplinierte Sportlerinnen, die keinen Neid aufkommen lassen wollen. Nun warten beide sehnlichst darauf, ihr Training nach monatelanger Pause wieder aufnehmen zu können um ihrer geliebten Sportart frönen zu können. Corinna Hoppes erklärtes Ziel sind die Weltmeisterschaften im Doppelminitrampolinturnen, die in Aserbaidschans Hauptstadt Baku im November dieses Jahres stattfinden sollen. Darauf richtete sich ihr Fokus und ein wohl durchdachtes Trainingskonzept. Ob es wegen Corona soweit kommt herrscht derzeit noch große Unsicherheit. (wm-)

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VersierteTrampolinturnerin und Flugkünstlerin des TSV Friedberg, Corinna Hoppe

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  1. Siegerin der Wahl „Sportlerin des Jahres 2020“ der Friedberger Allgemeinen, Corinna Hoppe

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Hochtalentiert und leistungsstark: Rhythmische Sportgymnastin des TSV Friedberg, Luzie-Riva Lampe

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…ebenso 1. Siegerin zur Wahl „Sportlerin des Jahres 2020“ der Friedberger Allgemeinen, Rhythmische Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe

 

 

 

 

trampolin kopf 

Trampolinturnen

29.01.21

Die Chance zur Wahl der Sportler des Jahres wahren

Für die bisherige Leistung von Corinna Hoppe wäre die Anerkennung als Sportlerin des Jahres eine schöne Belohnung.

Corinna Hoppe, Top Trampolinturnerin des TSV Friedberg, wurde nach ihrer Wahl zum Sportler des Monats März 2020, von der Friedberger Allgemeinen zur Wahl für den Sportler des Jahres nominiert.

2020 war für die Sparte Trampolin des TSV Friedberg wohl ein schwieriges Jahr.
Für Corinna Hoppe bedeutete es zudem, ganze sieben Monate Zwangspause, der sie und die anderen Trampoliner auf Grund der herrschenden Pandemie zum Opfer fielen.

Mitte März 2020 wurde Coco, wie sie unter ihren Sportkameradinnen- und Kameraden genannt wird, in Straubing noch bayerische Meisterin am Doppelmini Trampolin, einem zusätzlichen Sprunggerät neben dem großen Eurotramp. Zwei Wochen später wäre es zu den Deutschen Meisterschaften gegangen, welche schließlich jedoch abgesagt werden mussten.

Auf Grund des ersten Lockdowns war die Sporthalle des TSV Friedberg von März bis August für alle Aktiven geschlossen. Zwischen Wiedereröffnung im September und dem zweiten Lockdown im November hatte Coco nur wenige Wochen zum Training.

In diesen wenigen Wochen hat sie jedoch auf sehr spektakuläre Art bewiesen, wie gut sie eigentlich ist: binnen kürzester Zeit lernte sie neue und schwierigste Sprünge, welche sie nun nicht mehr nur zur bayerischen oder deutschen Elite zählen lassen.

Dreifachsalto rückwärts gehockt und Doppelsalto mit Doppelschraube gestreckt, sind nur zwei ihrer insgesamt neun neuen Sprünge, mit welchen sie gute Chancen hat, sich 2021 bei den Doppelmini Weltmeisterschaften zu beweisen.

Diesen enormen Fortschritt verdankt sie dabei nicht nur ihrem großen Talent, sondern auch ihrem unendlichen Ehrgeiz, der ihre Persönlichkeit auszeichnet.

Den gesamten Sommer über trieb Coco trotz jeglicher Ungewissheit ob und wann es weiter geht, jeden Tag bis zu vier Stunden Sport, wenn auch nur Joggen in der freien Natur oder Workouts und Krafttraining zuhause möglich waren. Somit konnte sie garantieren, zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung konditionelle Stabilität vorzuweisen und direkt wieder top fit in das Training einzusteigen. Dies machte sich zweifelsfrei bezahlt.

Die Deutschen Meisterschaften und die Qualifikation für die Europameisterschaften, welche für den 13.03.2021 angesetzt waren, sind bereits wieder abgesagt worden. Allerdings gibt es noch Hoffnung für den Welt Cup im Juni und die Weltmeisterschaften im November.

Nach Carmen Schneider 2011 in Birmingham, ist Corinna Hoppe damit die zweite Friedberger Trampolinturnerin, die es bis zu Weltmeisterschaften bringen kann.

Alle Hoffnung besteht nun darin, dass sich der Inzidenzwert auf niedrigere Zahlen senkt und die Halle wieder für eine geregelten Sportbetrieb zugänglich gemacht werden kann.

Bis dahin heißt es jetzt erst Mal den Sportler des Jahres zu wählen.

Das Voting läuft vom 22.01 bis zum 11.02.2021.

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Corinna Hoppe, Top Trampolinturnerin des TSV Friedberg (Foto: Werner Miller)

 

 

AZ18.10.20

FA Bericht Trampoliner fliegen wieder durch die Luft kl