Neuigkeiten / Aktuelles

 

Turnen

02.11.21

In Hessen das Podest beim Deutschland-Cup erobert

Unerwarteter Erfolg der Turnerinnen der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg

Die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen auf höchster Wettkampfebene stellt sich für die Turnerinnen der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg immer erstrebenswert, im Besonderen als große Ehre dar. Der zuteil waren beim Deutschland-Cup drei Mädchen von TSV Trainerin Sylvia Basch. Ein Event, das in Friedrichsdorf, der drittgrößten Stadt im hessischen Hochtaunuskreis, am letzten Wochenende über die Bühne ging, zu dem sich die Gymnastinnen in die freundliche Kleinstadt, unweit von Frankfurt, auf den Weg machten. Mit Gloria Kühn, Norina Schmauz und Elena Enderle ist es Sylvia Basch gelungen, ein wettkampfstarkes Trio auf die Beine zu stellen, in dem es sogar Elena Enderle gelang den Sprung aufs Treppchen zu realisieren.

Der besondere Reiz der ästhetischen Sportart Rhythmische Gymnastik liegt im kunstvollen Umgang mit den Handgeräten Reifen, Ball und Seil, die durch grazile Darstellung der gebotenen Übung mit den Wettkämpferinnen verbunden sind.

Austragungsort des Deutschland-Cup Gymnastik K-Einzel war demnach die Halle der Philipp Reis Schule in Friedrichsdorf, der Ausrichter jedoch der TV Seulberg.

So startete Gloria Kühn in der K8 (11-14 Jahre) mit Ball und Seil bei ihrem ersten Wettkampf auf höchster Ebene unter 14 Teilnehmerinnen und lancierte sich auf Anhieb auf einen sehenswerten 6. Platz. Norina Schmauz (18+) gelang es in der K10 mit Reifen, Ball und Seil unter 18 Konkurrentinnen auf einen guten 12. Rang zu turnen. Die erfahrene und hoch begabte Elena Enderle wuchs in der K9 (15 – 17 Jahre) mit Ball und Seil über sich selbst hinaus und schaffte es mittels zweier hervorragender Übungen mit einem 3. Platz auf das Siegerpodest. „Eine Klasse Leistung“, wie es eine stolze Friedberger Trainerin darstellte, selbstredend vom ganzen Team, das sich auf Deutschland Ebene so weit vorne platzieren konnte.

Nach hartem und wettkampfbetontem Training in der heimischen Halle trumpfte das Friedberger Trio auf höchster Wettkampfebene demnach mit exzellenten Ergebnissen auf:

 

K 8 Zweikampf / Ball - Seil

  1. Paulina Wrona – TSC Neubrandenburg29,80 P.
  2. Ksenija Schulkin – SV Grün-Weiß Eimsbüttel28,20 P.
  3. Polina Starikova – SV Grün-Weiß Eimsbüttel27,10 P.
    …6. Gloria Kühn – TSV 1862 Friedberg                   24,95 P.

K 9 Zweikampf / Ball – Seil

 

  1. Johanna Schulz – TSC Neubrandenburg32,65 P.
  2. Helen Hoffmann – SG Sandbach30,40 P.
  3. Elena Enderle – TSV 1862 Friedberg28,50 P.

K 10 / Dreikampf / Ball-Reifen-Seil

 

  1. Lucie Isabell Krohn – TSC Neubrandenburg51,132 P.
  2. Judith Meyer – SC Neubrandenburg51,032 P.

….12. Norina Schmauz – TSV 1862 Friedberg      36,365 P.

K 8 / Gerätefinale Seil

  1. Ksenija Schulkin – SV Grün-Weiß Eimsbüttel14,90 P.
  2. Paulina Wrona – TSC Neubrandenburg14,85 P.
  3. Lilly Schartner – SV Grün-Weiß Eimsbüttel14,45 P.

….6. Gloria Kühn – TSV 1862 Friedberg                 13,20 P.

K 8 / Gerätefinale Ball

  1. Paulina Wrona – TSC Neubrandenburg 14,95 P.
  2. Polina Starikova – SV Grün-Weiß Eimsbüttel 13,40 P.
  3. Ksenija Schulkin – SV Grün-Weiß Eimsbüttel   13,30 P.

….7. Gloria Kühn – TSV 1862 Friedberg             11,75 P.

K 9 / Gerätefinale Seil

  1. Ksenjia Schulkin – Johanna Schulz TSC Neubrandenburg   16,50 P.
  2. Helen Hoffmann – SG Sandbach   15,90 P.
  3. Anna Forchner – Walddörfer SV Hamburg   15,45 P.
  4. Elena Enderle – TSV 1862 Friedberg   14,45 P.

K 9 / Gerätefinale Ball

 

  1. Johanna Schulz – TSC Neubrandenburg16,15 P.
  2. Helen Hoffmann – SG Sandbach14,50 P.
  3. Elena Enderle – TSV 1862 Friedberg14,05 P.

RG Mädchen Deutschland Cup 2021                    

Ein erfolgsverwöhntes Trio der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg beim Deutschland-Cup im hessischen Friedrichsdorf. Von links: Elena Enderle, Gloria Kühn und Norina Schmauz (Foto: Sylvia Basch)

 

Rhythmische Sportgymnastik

20.10.21

Beachtliche Ergebnisse bei den Bayerischen Nachwuchsmeisterschaften in Nürnberg

Mit Lia Siebert steht eine Gymnastin des TSV Friedberg auf dem Podest

Sylvia Basch, Trainerin der Mädchen in der Rhythmischen Sportgymnastin kann stolz auf ihre beiden Gymnastinnen sein, die sie zu den Bayerischen Nachwuchsmeisterschaften gemeldet hatte, die nun in Nürnberg über die Bühne gingen.

„Ich bin auf beide Mädchen sehr stolz. In der nachfolgenden kurzen Trainingszeit, nach der coronabedingten Zwangspause, hatten wir sehr viel aufzuholen. Die guten Ergebnisse, die sie aktuell bei den Bayerischen Nachwuchsmeisterschaften erzielten, waren mehr als verdient“, so die Trainerin.

In der Kinderleistungsklasse 7 startete Lia Siebert (Jg. 2014). Auf dem Programm für ihren Jahrgang standen eine Übung ohne Handgerät und eine Seilpflichtübung.
In der Kinderleistungsklasse 9 war Hanna Kölbl mit dabei (Jg. 2012). Bei ihr war eine Keulenpflichtübung und ebenfalls eine Übung ohne Handgerät gefordert.
Für beide war es nach eineinhalb Jahren mit zwei Lockdowns und unzähligen Stunden des online Trainings und einer vergleichsweise kurzen "richtigen" Trainingszeit der Präsenz, der erste Wettkampf.

Mit ihren ästhetisch ausdrucksvollen Übungen überzeugte Lia das Kampfgericht und stand unter 16 Teilnehmerinnen als Dritte überraschend auf dem Podest. Damit ist sie durchaus, wie ihre älteren Turnkameradinnen Luzie Riva-Lampe und Jana Deibel, bayernweit ganz vorne mit dabei.

Hanna hatte mit 28 Gegnerinnen jedoch mit mehr Konkurrenz zu kämpfen und erturnte sich mit ihrer Leistung einen beachtlichen 13. Platz, mit dem sie sich in die vordere Hälfte der Teilnehmerinnen einreihte.  

Die gegnerischen Gymnastinnen kamen u.a. vom TV Augsburg, TSV Gersthofen, TSV Nürnberg, TV Olching, Post SV Nürnberg, SV Obertraubling und TV Ingolstadt.

Damit bewiesen die Friedbergerinnen in der Halle der RSG Nürnberg ihre durchaus ernst zu nehmende Leistung, mit der sie in der Rhythmischen Sportgymnastik des Bayerischen Turnverbands aktuell einen hohen Stellenwert genießen. (wm-)

Hanna Deibel Lia Siebert

Hannah Kölbl (links) und Lia Siebert, die Nachwuchssternchen der Rhythmischen Sportgymnastik des TSV Friedberg konnten einen sehenswerten Erfolg bei den Bayerischen Nachwuchsmeisterschaften verbuchen (Foto: Sylvia Basch)
 

 

Der erste große Wettkampf seit über einem Jahr

30.09.21

Bayern Cup 2021: Luzie Riva Lampe und Jana Deibel mit Top-Ergebnissen

Sport Endlich wieder einmal ein Wettkampf für die Rhythmischen Sportgymnastinnen des TSV Friedberg. An der Qualifikation zum Regio Cup nur knapp gescheitert

 VON SABINE ROTH

Die beiden Gymnastinnen Luzie Riva Lampe (Jg. 2009) und Jana Deibel (Jg. 2011) aus der Leistungsschiene der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) des TSV Friedberg nahmen letztes Wochenende am Bayern Cup 2021 teil. Aber nicht wie gewohnt, sondern im Rahmen eines Online-Wettkampfes. Trainerin Sylvia Basch schickte die Beiden in der Schülerwettkampfklasse (SWK) der Jahrgänge 2011 bis 2009 mit einer Keulenübung und einer Übung ohne Handgerät ins Rennen.

Insgesamt vertreten waren beim Bayern Cup 40 Gymnastinnen aus den verschiedensten Vereinen, wie zum Beispiel aus München, Cham, Ingolstadt, Nürnberg, Gersthofen, Olching, Erlenbach und Obertraubling.

„Vorab mussten wir in der TSV-Halle Videos von den Übungen aufnehmen. Diese wurden dann von den bayerischen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern online bewertet und am nächsten Tag für die Gymnastinnen und Trainerinnen und Trainer sowie Eltern live übertragen und mit der Siegerehrung ausgestrahlt. Durch die Corona-Pandemie war es für beide Mädchen der erste Wettkampf seit eineinhalb Jahren“, so ihre Trainerin Sylvia Basch.

Für die zehnjährige Jana Deibel war es sogar der erste Wettkampf in dieser Altersklasse. „Umso spannender war es im Vorfeld, wo sich die beiden Mädchen einreihen würden, da man ja im Prinzip keinen Vergleich hatte, wie die anderen Vereine in der Zwischenzeit gearbeitet und trainiert haben. Nach der Siegerehrung war ich erst einmal fast sprachlos, denn beide Mädels haben ein Hammer Ergebnis erzielt. So gute Ergebnisse hatten wir bei diesem Wettkampf noch nie erreicht“, freut sich Basch.

Jana Deibel belegte den 8. Platz und Luzie Lampe hat es mit einem guten 4. Platz sogar fast auf das Treppchen geschafft. Der Wettkampf war die Weiterqualifikation zum Regio Cup. Das haben dieses Jahr die Plätze 1 bis 3 geschafft. Lampe hätte sogar fast noch die Qualifikation geschafft. Knapp war sie Alise Samohvala vom TV 1861 Ingolstadt, die eine Gesamtpunktzahl von 20,650 erreicht hat, mit ihren 19,250 Punkten unterlegen. Zweite wurde Valentina Bauer vom ASV Cham und den ersten Platz belegte Emma Lena Pacak vom TSV 1860 München.

„Eine Wahnsinns Leistung für unsere Mädels vom TSV Friedberg“, ist Trainerin Sylvia Basch stolz. Beim letzten Bayern Cup in 2019 hatte Luzie Riva Lampe zum Vergleich den 18. Platz erreicht. Bei diesen Wettkämpfen werden auch zudem Siegerlisten nach Jahrgängen und nach dem jeweiligen Handgerät aufgeteilt erstellt. Hier hat Jana Deibel in ihrem Jahrgang in jeder Übung den 1. Platz geschafft und Luzie Lampe einen 2. Platz bei der Wertung ohne Handgerät und einen 4. Platz bei der Wertung mit Keule.

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Zum Bild: Ein tolles Ergebnis erzielten die Rhythmischen Sportgymnastinnen Jana Deibel (links vorne) mit einem guten 8. Platz und Luzie Riva Lampe mit einem sensationellen 4. Platz beim Bayern Cup 2021.

Foto: Sylvia Basch

 

Turnen

01.08.21

Herausforderung in Nürnberg

Mädchen der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg qualifizieren sich zum Deutschland-Cup

Licht am Ende des Tunnels sahen fünf Mädchen der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg nach langer Zeit ohne Wettkampf, als der Bayerische Turnverband in Nürnberg Ende Juli zum Qualifikationswettkampf für den diesjährigen Deutschland Cup rief. Normalerweise wäre der Qualifikationsweg über den Bayern Cup und den nachfolgenden Regio Cup erfolgt. Da diese Wettkämpfe jedoch coronabedingt ausfallen mussten, war die Austragung dieses „Ersatz“-Wettkampfes die letzte Möglichkeit, um Bayerns beste Gymnastinnen zu ermitteln.

Daher wurde – wie zuvor noch nie - aus einer Vielzahl eingeschickter Videos vom Fachausschuss Gymnastik&Tanz des BTV eine sehr kleine Auswahl an hervorragenden bayerischen Gymnastinnen getroffen, die in den Altersklassen K8, K9, K10 die Möglichkeit bekamen in Präsenz die vier heiß begehrten Qualifikationsplätze zu erreichen. Vom TSV Friedberg wurden fünf Turnerinnen des TSV Friedberg ausgewählt, die gegen sechs Konkurrentinnen des ATV Frankonia, TSV Milbertshofen, TSV Firnhaberau, TSV Stein und DJK Aschaffenburg, die Reise nach Nürnberg antraten.

In der Altersklasse K8 (11-14 J.) schickte Trainerin Sylvia Basch die Gymnastin Gloria Kühn mit Ball und Seil in den Wettkampf. Sie trat gegen 2 Gegnerinnen an. Ebenfalls mit Ball und Seil waren in der Altersklasse K9 (15-17 J.) Elena Enderle und Elisabeth Schulmann vertreten.
In der K10 (18+) nahmen Norina Schmauz und Shanika Mäling mit Reifen, Ball & Seil teil. In der K9 und K10 waren auch jeweils zwei weitere Konkurrentinnen vertreten.

Da es der erste Präsenzwettkampf nach eineinhalb Jahren war und monatelang kein Training aufgrund des Corona-Lockdowns möglich war, war die nervliche Anspannung aller Mädchen sichtbar und auch nachvollziehbar. Mit dazu kamen natürlich noch Einschränkungen durch Corona-Sicherheits-Maßnahmen, die gewohnheitsbedürftig waren und für die Mädchen eine weitere Belastung bedeuteten.

Umso erfreulicher ist es, dass Gloria Kühn, Elena Enderle und Norina Schmauz diese Unwegsamkeiten bravourös meistern konnten und in ihren jeweiligen Altersklassen mit hervorragenden Leistungen alle den 1. Platz und damit die Qualifikation erreichten. Sie werden den TSV Friedberg am 29. und 30. Oktober in Friedrichsdorf bei Frankfurt beim Deutschland Cup K-Einzel vertreten. Trotz ihres Einsatzes reichte es für Elisabeth Schulmann und Shanika Mäling nicht. Sie verpassten die Qualifikation knapp und müssen bedauerlicherweise zu Hause bleiben.

Im Fazit sind die talentierten Friedberger Mädchen der Rhythmischen Gymnastik trotz aller Widrigkeiten der letzten Monate wieder bei ihren ursprünglichen Leistungen angekommen. Damit bewiesen sie Talent, Willenskraft und Ausdauer im erfolgreichen Streben einer so ästhetischen, anspruchsvollen und eleganten Sportart (wm-)

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Teilweise qualifiziert zum Deutschland-Cup der Rhythmischen Gymnastik. Vom TSV Friedberg (von links): Elena Enderle, Norina Schmauz, Shanika Mäling, Gloria Kühn, Elisabeth Schulmann. Foto: Sylvia Basch
 

 

Rhythmische Sportgymnastik

AZ08.07.21

Bei Luzie-Riva Lampe treffen sich Beweglichkeit und Eleganz

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Luzie-Riva Lampe hat für die unterschiedlichen Geräte jeweils einen anderen Anzug an. Das Äußere soll genau passen und wird mitbewertet.      Foto: Sebastian Richly Die rhythmische Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe vom TSV Friedberg gehört zu den Besten Bayerns. Warum die zwölfjährige Kissingerin extrem auf ihr Äußeres achtet.

VONSEBASTIAN RICHLY

Der Signalton ertönt und die Musik setzt ein. Plötzlich ist die Nervosität bei Luzie-Riva Lampe wie verflogen. Genau anderthalb Minuten heißt es jetzt für die Zwölfjährige: volle Konzentration. Spagat, Rollen, Überschläge und weitere Verrenkungen stehen auf dem Programm. Zwischendurch wird getanzt. Dabei ist das noch eine der leichteren Übungen für die Kissingerin. Schließlich gibt es in der rhythmischen Sportgymnastik mehrere Disziplinen.

Am liebsten turnt Luzie-Riva Lampe mit dem Reifen, aber auch mit Seil, Ball, Keule und Co. kann die Schülerin, die die sechste Klasse des Rudolf-Diesel-Gymnasiums in Augsburg besucht, umgehen.

Luzie-Riva Lampe faszinieren glitzernde Anzüge

Seit ihrem fünften Lebensjahr turnt sie beim TSV Friedberg. Dass sie in der rhythmischen Sportgymnastik gelandet ist, war reiner Zufall. Mutter Kathrin Lampe erinnert sich: "Sie hat die glitzernden Anzüge gesehen und gesagt, dass sie das machen will. Ihr hat es sofort Spaß gemacht und so sind wir dabei geblieben." Die Anzüge faszinieren Luzie-Riva Lampe auch heute noch. "Ich freue mich immer, wenn ich einen neuen Anzug bekomme. Für jede Disziplin gibt es einen eigenen. Das gefällt mir richtig gut", so die Zwölfjährige, die es liebt, sich für die Wettkämpfe herzurichten. Die Anzüge sollen zur jeweiligen Musik sowie dem Gerät passen. Zusätzlich werden die Sportlerinnen geschminkt, der Dutt darf auch nicht fehlen.

Rund anderthalb Stunden dauert es, bis Luzie-Riva Lampe fertig ist, hinzu kommt noch ein einstündiges Aufwärmprogramm.

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Luzie-Riva Lampe hier mit dem Reifen.   Foto: Werner Miller

Die Zwölfjährige nimmt es mit der Vorbereitung ganz genau. "Seit ich klein bin, mache ich mir die Haare für die Auftritte selber. Ich helfe auch gerne anderen." Während der Corona-Pandemie profitierte auch die Familie von Luzies Talent, denn um die Frisuren und das Haareschneiden kümmerte sich im Hause Lampe die Schülerin. Nicht umsonst möchte sie später einmal Friseurin werden.

Doch noch besser ist die Kissingerin auf der Matte. Dabei kommt es in der rhythmischen Sportgymnastin nicht nur auf die Beherrschung des Geräts an, sondern auch auf Eleganz. "Man muss auch Augenkontakt zur Jury halten. Das ist ganz wichtig", erklärt Kathrin Lampe. Außerdem sollte man beweglich sein und eine gute Koordination haben. Luzie-Riva Lampe profitiert bei den Wettkämpfen von anderen Sportarten. Denn die Zwölfjährige macht auch noch Ballett und tanzt im Verein. Bei den virtuellen bayerischen Tanzmeisterschaften holte sie sogar den Titel. "Es ist eine gute Mischung. Die Sportgymnastik hilft mir beim Tanzen und umgekehrt. Das ist ein Vorteil", so die Nachwuchssportlerin. Ihren größten Erfolg feierte sie beim Bayernpokal, bei dem sie Achte wurde. Die bayerischen Titelkämpfe verpasste sie im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie.

TSV-Athletin übt sogar mit ukrainischer Trainerin

Das war für die TSV-Athletin aber kein Grund, aufzugeben – im Gegenteil: "Sie hat fast jeden Tag trainiert, mehrere Stunden. Sie wollte unbedingt am Ball bleiben und war sehr fleißig", erzählt Mutter Kathrin. Mehrmals pro Woche nahm Luzie-Riva Lampe zusätzlich an virtuellen Trainings teil. Sogar mit einer ukrainischen Trainerin wurde geübt. "Das war eine tolle Erfahrung. Ich konnte mich ganz auf mich konzentrieren, aber mehr Spaß macht das Training mit meinen Freundinnen."

FÜNF FRAGEN AN LUZIE-RIVA LAMPE


  • Mit welcher Sportart kannst du gar nichts anfangen?

„Mit Ballsportarten wie Handball und Volleyball. Ich kriege das mit der Technik einfach nicht hin. Da wird mir die Eleganz der Sportgymnastik zum Verhängnis.“

  • Was bringt dich auf die Palme?

„Wenn mir jemand etwas aufzwingen will, von dem ich der Meinung bin, dass es nicht richtig ist. Ich bin sehr stur und versuche auch oft meine Trainer zu überzeugen.“

  • Hast du eine Schwäche?

„Ich bin manchmal zu ehrgeizig und verbissen. Das hat nicht immer nur Vorteile. Gerade für den Kopf ist das nicht immer leicht. Oft sagen meine Trainer, ich soll es gut sein lassen.“

  • Hast du ein Motto?

„Dream, believe, achieve. Ich habe vor Jahren eine Kette mit diesem Spruch bekommen. Es bedeutet: träumen, daran glauben und es in die Tat umsetzen.“

  • Wen möchtest du gerne einmal kennenlernen?

„Die Profiturnerin Magdalena Brzenska. Ich habe Videos von ihr auf Youtube gesehen. Bei ihr könnte ich mir ein paar Tipps holen.“

Mit ihren Freunden verbringt die Schülerin auch am liebsten ihre Freizeit, wobei nicht allzu viel davon bleibt. Nach der Schule geht es meist direkt zum Training und danach stehen ja noch die Hausaufgaben an: "Ich bin eine gute Schülerin und mag Hausaufgaben. Ich mache sie dann einfach danach noch", verrät Luzie-Riva Lampe. Mutter Kathrin muss dann manchmal eingreifen: "Ich muss ihr dann sagen, dass es für heute gut ist, sonst wird es einfach zu spät." Während des Distanzunterrichts hatte die Schülerin dann aber mehr Zeit. Dennoch freut sie sich, dass sie nun wieder in die Schule gehen kann: "Ich kann dann besser lernen und ich kann dem Lehrer im Klassenzimmer einfacher Fragen stellen."

Über Wochen und Monate hat Luzie-Riva Lampe ihren Auftritt geübt. Zunächst einzelne Figuren, dann Übergänge, bis schließlich die kompletten anderthalb Minuten in- und auswendig sitzen. Wirklich zeigen, was sie gelernt hat, konnte sie nicht, denn ihr letzter Wettkampf liegt schon rund anderthalb Jahre zurück. Deshalb hofft die Zwölfjährige, dass möglichst bald wieder Wettbewerbe stattfinden. Noch eine letzte Figur, eine letzte Rolle auf der Matte. Plötzlich stoppt die Musik und Luzie-Riva Lampe hat ihre Endposition erreicht. Der Körper ist angespannt vom großen Zeh bis in die Haarspitzen. Die Zwölfjährige lächelt – das Timing ist perfekt

Rhythmische Sportgymnastin Luzie-Riva Lampe „in action“

 

 

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Rhythmische Gymnastik          

20.02.20

Gauwettkampf bringt TSV Turnerinnen auf die Spur

In der Gruppe und im Einzel qualifizieren sich die Friedbergerinnen zum Bayern Cup in Traunstein

Viele Jugendliche, besonders Mädchen, sehen in einer sportlichen Betätigung eine ideale und sinnvolle Freizeitbeschäftigung, mit der sie mit gleich Interessierten ein gewisses Ziel erreichen und dies im Wettkampf auch erfolgreich bestätigt bekommen. Das finden sie besonders in der Turnabteilung des TSV Friedberg, speziell in der Rhythmischen Gymnastik, wo sie ihre Vorstellungen auch realisieren können.

So legten die Mädchen der Rhythmischen Gymnastik des TSV Friedberg bei ihrem ersten Einsatz im neuen Wettkampfjahr wiederum einen hervorragenden Start hin. Als Ziel hatten die Gymnastinnen sich in der Gruppe und im Einzel die Qualifikation zum Bayern-Cup in Traunstein gesetzt, der am 21. März stattfindet, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten soll. Denn nach Traunstein könnte es sogar zum erstrebten Regio-Cup in Achern weitergehen.

Zunächst hieß es aber am 16. Februar in Gersthofen den Gauwettkampf der K-Übungen in der Gruppe und mit möglichst vielen Teilnehmerinnen im Einzel erfolgreich zu absolvieren.

Mit den Handgeräten Keulen, Reifen und Seil verstehen es die Mädchen meisterhaft umzugehen, um damit dem Bewegungsablauf ihrer Übungen einen gewissen Reiz der ästhetischen Ausdrucksform zu verleihen.

In fünf Altersklassen wickelte sich der Wettkampf ab, wobei die Jüngeren der K6 (9 – 11 Jahre) und die der K7 (11- 13 Jahre) von der Qualifikation zum Bayern Cup noch ausgenommen sind.

Für die Altersklassen K8 (11 – 14 Jahre), K9 (15 – 17 Jahre) und K10 (18 +) ging es nun zur Sache.

Für Friedberg lagen die Chancen erfolgreich zu sein, hauptsächlich bei diesen drei Klassen.

Um Haaresbreite verfehlte da die Friedberger Gruppe der Altersklasse 15+ den 1. Platz, schaffte dann als Zweitbeste hinter dem TSV Firnhaberau problemlos die Qualifikation.

Heiß umkämpft waren dann die Plätze 1 bis 4 im Einzelwettkampf, denn nur die vier Besten je Altersklasse konnten die Fahrkarte nach Traunstein lösen. Die holten sich dann in den Altersklassen der K 8, K9 und K 10, auf Grund der hohen Anforderungen doch nicht alle Friedbergerinnen. Von 7 Teilnehmerinnen dieser 3 Klassen waren es immerhin 4 Gymnastinnen, die qualifiziert nach Traunstein fahren können. Das sind in der K 9 (15-17 Jahre) Elisabeth Schulmann als Zweite, Elena Enderle als Dritte und Shanika Mähling als Vierte. Bei der K10 (18+) war Melanie Prechtl die Glückliche, die sich mit einem tollen 2. Platz die Quali erkämpfte.

Den Bayern Cup im Auge heißt es für dieses Quartett in den nächsten vier Wochen die Trainingsintensität in vollem Umfang zu steigern, um in Traunstein dann auf die Minute fit zu sein. Nur dann ist ein Weiterkommen zum nächst höheren Regio Cup möglich. An Motivation soll es von Seiten ihrer Trainerin Sylvia Ranf nicht fehlen (wm-)

Rhythmische Gymnastik - Gauwettkampf Ergebnisse für den TSV Friedberg

 

Gruppe K 8 (15+ Jahre)

  1. TSV Firnhaberau
  2. TSV Friedberg mit Elena Enderle, Nicole Eberlein, Carina Eberlein und Anja Graf

Einzel K 6 (9 – 11 Jahre)

  1. Alina Krause
  2. Anna Blinkova
  3. Marie Stefan

14. Katharina Schütz

15. Elisa Fröhlich

16. Johanna Habersetzer

Einzel K 7 (11-13 Jahre):

4. Gloria Kühn

8. Sienna Kreiter

Einzel K 8 (11 – 14 Jahre)

7. Adelia Denner

Einzel K 9 (15 – 17 Jahre)

  1. Elisabeth Schulmann
  2. Elena Enderle
  3. Shanika Mäling
  4. Nicole Eberlein

Einzel K 10 (18+ Jahre)

2. Melanie Prechtl

5. Anja Graf

Vor hohen Anforderungen gestellt sahen sich die Mädchen der Rhythmischen Gymnastik beim Gauwettkampf in Gersthofen. Eine Gruppe und vier Einzelturnerinnen schafften aber die Qualifikation zum Bayern Cup in Traunstein.

Vorne von links:
Katharina Schütz, Anna Blinkova, Elisa Fröhlich, Sienna Kreiter, Gloria Kühn, Alina Krause, Marie Stefan, Johanna Habersetzer
Hinten von links:
Nicole Eberlein, Melanie Prechtl, Adelia Denner, Anja Graf, Elisabeth Schulmann, Shanika Mäling, Carina Eberlein, Elena Enderle Foto: Sylvia Ranf

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Luzie-Riva Lampe wird Schwäbische Vizemeisterin

17.02.20

Fortsetzung der Erfolgsstory eines TSV Talents der Rhythmischen Sportgymnastik

Kaum waren die erfolgreichen Meisterschaften des Turngau Augsburg in der Rhythmischen Sportgymnastin für die Friedbergerin Luzie-Riva Lampe abgehakt, war sie erneut bei den Meisterschaften des Turnbezirks Schwaben gefordert, die wiederum in Gersthofen stattfanden. Diesmal war Luzie die einzige Gymnastin des TSV, die in der Schülerwettkampfklasse (10 – 12 Jahre) teilnahm.

Auch beim aktuellen Wettkampf musste Luzie 3 Übungen - mit Seil, Keulen und ohne Handgerät - zeigen. Da sich im Raum Augsburg die Vereine zwischen dem Turngau und dem Turnbezirk gleichen, waren neben Friedberg wiederum nur der TV Augsburg und der TSV Gersthofen vertreten. Doch diesmal ging es um die Qualifikation zum Bayern Cup der RSG.

Wie bereits bei den Gaumeisterschaften war es ein spannendes Duell zwischen Luzie und Emely Stöffelmeier vom TSV Gersthofen. An Ästhetik und Ausdruckskraft und der Sicherheit ihrer Übungen mit den Handgeräten war die Friedbergerin kaum zu überbieten. Dennoch fand sie in der Gersthoferin ihre Bezwingerin und landete wiederholt auf dem 2. Platz, den sie als schwäbische Vizemeisterin verließ. Gleichzeitig bedeutete dieser Rang für Luzie die Qualifikation zum Bayern Cup der Rhythmischen Sportgymnastik, der am 21./22. März in Nürnberg stattfindet.

Trainerin Sylvia Ranf ist richtig stolz auf die hervorragende Platzierung von Luzie bei den „Schwäbischen“, konnte sie sich damit doch auf dem Podest zwischen den zwei Gersthofer Favoritinnen einreihen und das Ergebnis für den TSV Friedberg optimal gestalten. Platz drei errang Isabelle Köhnlein.

Nun ist das Friedberger Gewächs natürlich heiß auf den Bayern Cup und setzt alles daran, so nah wie möglich an die Treppchenplätze heranzukommen, wenn auch die bayerische Konkurrenz schon auf der Lauer liegt.

Nicht nur bei den Bezirksmeisterschaften gab Luzie einen phantastischen Eindruck ihrer Leistung, denn abends ging es direkt weiter mit der Turngala des TSV Friedberg. Dort bekam sie mit ihren Turnkameradinnen vom Publikum frenetischen Beifall für ihren Auftritt. (wm-)

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Luzie Lampe vom TSV Friedberg wurde in Gersthofen Schwäbische Vizemeisterin der Rhythmischen Sportgymnastik. Foto: Sylvia Ranf

 

 
 

Rhythmische Sportgymnastinnen des TSV Friedberg im Aufwind

06.02.20

Bei den Meisterschaften des Turngau Augsburg brillieren Jana Deibel und Luzie Lampe

Es sind zwei junge Turnerinnen des TSV Friedberg, die in der Rhythmischen Sportgymnastik ihr Talent beweisen aber da für Furore sorgen. Bei den Gaumeisterschaften des Turngau Augsburg, die in der Mittelschulturnhalle in Gersthofen über die Bühne gingen, gelang beiden sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes zu setzen, deren Favoriten vom TSV Gersthofen kamen und erst mal bezwungen werden wollten. „Meine Mädchen standen schon unter einem gewissen Leistungsdruck, dem sie aber durchaus stand hielten und wie gewohnt super Ergebnisse erzielten.“, erzählt Trainerin Sylvia Ranf.

So hat Jana Deibel in der KLK9 (Kinderleistungsklasse 9) gegen zwei Mädchen aus Gersthofen souverän gewonnen. Das Pensum, welches den 9-jährigen hier abverlangt wird, ist groß - Jana musste vier Übungen (Keule, Reifen, Ball, ohne Handgerät) bestmöglich präsentieren und hat das hervorragend gemacht. Ausdrucksstark und ganz sicher vollzog die zierliche Sportgymnastin mit ihren Handgeräten ihre Übungen und sicherte sich so die Gaumeisterschaft im neuen Wettkampfjahr.

Fast genauso erfolgreich war Luzie Lampe, die in ihrem Part eine hervorragende Leistung zeigte und sich nur der Gersthoferin Emily Stöffelmeir geschlagen geben musste. Ihr 2. Platz unter 6 Mädchen ist ebenso bewundernswert, den sie mit Keulen, Seil und ohne Handgerät auf das Parkett legte.

Trotz ihres noch jungen Alters, haftet den sehr begabten Mädchen schon eine gewisse Routine an, die sie bei hohen Anforderungen blendend an den Tag legen.

Luzie muss nun kommenden Samstag bei den schwäbischen Bezirksmeisterschaften (wieder in Gersthofen) gleich nochmal ran. Hier geht es dann um die Qualifikation für den Bayern Cup am 21./22. März in Nürnberg. Für Jana geht es erst im Mai mit den Bezirksmeisterschaften der Kinderklassen weiter.

Luzie wird auch am Samstag Abend bei „1001 Nacht, der orientalischen Turnshow des TSV Friedberg, auftreten. Einem breiten Publikum wird es wohl kaum entgehen, wie faszinierend eine Sportgymnastin in einem der Höhepunkte der Show ihre ästhetische Bewegungskunst darstellen kann. (wm-) 


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Die Rhythmischen Sportgymnastinnen Jana Deibel und Luzie Lampe vom TSV Friedberg brillierten bei den Meisterschaften des Turngau Augsburg und kamen auf Platz eins und zwei. Foto: Sylvia Ranf